Danke für ein verdammt gutes Jahr …

… das hinter mir liegt. Warum ich das ausgerechnet heute poste? Nicht zu Silvester, sondern mitten im Jahr?

Ganz einfach: Am 01.05.2014, also vor genau einem Jahr, habe ich auf FanFiktion die ersten Kapitel von Winterhimmel  veröffentlicht. Es war ein kleiner Schritt in die Öffentlichkeit und der Beginn von etwas, das ich ein Jahr später noch immer nicht richtig fassen kann.

Kaum zu glauben, dass wirklich schon ein Jahr vergangen ist. In den letzten 12 Monaten ist so viel Positives passiert. Bei meinen Leserinnen und Lesern bedanke ich mich mit einem Gewinnspiel, bei dem ich drei Kurzgeschichten verlose. Es ist seit 27.04. online und vorhin saß ich hier und habe mir in Ruhe alle Einträge dazu auf der Homepage und auf meiner Autorenseite bei Facebook noch mal durchgelesen. So viele Leute haben sich in den wenigen Tagen schon gemeldet. Danke, denn das zeigt mir, wie groß das Interesse an meinen Geschichten ist. Nun mag manch einer denken: Ja klar, es gibt ja auch was zu gewinnen. Aber die Namen, die ich da lese, sehe ich nicht zum ersten Mal.

Es sind die Namen von LeserInnen, die mir immer wieder freundliche Worte hinterlassen. Nicht nur in Reviews oder bei lockeren Plaudereien auf meiner Facebook-Timeline, sondern oft auch per Mail oder PN bei den verschiedenen Plattformen. Es sind Leute, die mittlerweile zu meinem Leben dazu gehören. Menschen, die eine Bereicherung sind und die ich nicht mehr missen möchte, und das nicht nur, weil sie gerne meine Geschichten lesen. Wenn ich mich mal einige Tage aus Zeitgründen nicht auf den Plattformen melde, was in letzter Zeit leider viel zu häufig passiert, dann kommt oft eine kurze Nachricht „Alles okay? Geht es dir gut?” oder ich lese nach dem Zurückmelden ein „Schön, dass du wieder da bist”. Die lange Schreibblockade im vergangenen Winter war für mich aus verschiedenen Gründen eine furchtbare Zeit, aber es kamen so viele liebe Nachrichten, die mir Mut gemacht haben. Das bedeutet mir wirklich viel.

Wie so vieles im Leben hat die Tatsache, dass ich nicht mehr länger ein total unbekannter Hobby-Schreiberling bin, auch eine andere Seite der Medaille: Ich habe weniger Zeit als früher. Es ist nicht so, dass ich nun mehr schreibe als in den vielen Jahren davor, in denen ich es nur für mich und einige gute Freunde getan habe. Denn es ist eher das Gegenteil der Fall, ich schreibe weniger als früher. Dafür aber bewusster, denn inzwischen weiß ich: Es gibt da draußen Leute, die meine Sachen lesen, also achte ich mehr darauf, eine gewisse Qualität zu Papier zu bringen.

Was meine Zeit reduziert, ist eher das Online-Leben, das ich früher nun mal nicht geführt habe, denn vor Winterhimmel  hat man mich auf den Plattformen nicht angetroffen. Ich hatte nicht mal einen FB-Account. Aber ich will mich wirklich nicht beschweren, dass die Plattformen manchmal viel Zeit in Anspruch nehmen. Denn mir würden die vielen lieben Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte, wirklich fehlen. Ich bedaure aber, dass ich manchmal einfach nicht dazu komme, mich bei meinen LeserInnen für die Kommentare oder Favoriteneinträge zu bedanken. Das möchte ich an dieser Stelle mal endlich nachholen. Nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich mich manchmal nicht bei jedem persönlich bedanke. Denn neben dem normalen Job, der meine Rechnungen bezahlt, der Schreiberei und dem Online-Leben gibt es auch noch meine Freunde im Privatleben.

Was ich am meisten bedaure: Viel zu oft bekamen diese Freunde in den letzten 12 Monaten von mir zu hören: Sorry, ich habe keine Zeit. Dennoch sind sie unerschütterlich an meiner Seite, sind mir nicht böse und unterstützen mich, wo sie können. Meine Lieben, auch wenn ich es vielleicht nicht oft genug sage: Ihr seid tolle Freunde, ich schätze euch sehr und bin unglaublich froh, dass es euch gibt! Das wollte ich nur mal ganz deutlich gesagt haben. Bei euch kann ich einfach ich sein, ohne euch wäre mein Leben um so vieles ärmer und euch gilt daher mein größter Dank.

Möchte ich mein eher ruhiges, beschauliches Leben vor dem 01.05.2014 zurück? Manchmal ja, aber meistens nein. An den Tagen, an denen ich es tue, nehme ich mir dann eben eine Auszeit, und ich denke, dafür wird jeder Verständnis haben. Aber dann kehre ich immer gerne zu den Plattformen zurück. Zu dem anderen Teil meines Lebens, zu dem nun Menschen gehören, die ich zwar oft nicht persönlich kenne, die mir aber trotzdem wichtig geworden sind. Danke, euch allen, für ein wirklich tolles Jahr. Ich hoffe, es werden noch sehr viele Jahre mit euch folgen.

Mit ganz vielen lieben Grüßen

Eure Chrissy

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