Gameboy – Heißes Spiel von Chris P. Rolls

Rolls-Gameboy
Gameboy – Heißes Spiel

von Chris P. Rolls

ASIN: B00SHVQWBA

Verfügbar für 1,99 EUR

 

BewertungBewertungBewertungBewertungBewertung

Klappentext der Autorin:
„Love is a name, Sex is a game. Forget the name and play the game!“
Für Sonnyboy Sebastian ist in der schwulen Partyszene Hamburgs alles nur ein heißes Spiel. Er sieht sich als „Gameboy“, Spieler und Spielzeug zu gleichen Teilen. Jung und gut aussehend ist sein Motto: Leben, lieben, lachen, genießen.
Als zwei der schärfsten Typen des „Gaytronics“ ihn für einen Dreier haben wollen, glaubt er daher an einen besonderen Glückstag. Leider läuft die Sache dann anders als vermutet, und Sebastian sieht sich mit etwas konfrontiert, von dem er nie geglaubt hätte, sich danach zu sehnen.
Ursprünglich als Kurzstory von 2000 Wörtern in der Anthologie „Mein schwules Auge“ erschienen, ist dies eine deutlich erweiterte und komplett überarbeitete Story von über 13000 Wörtern.

Was ich dazu sagen möchte:
Als ich im Klappentext gelesen habe, dass Sebastian von zwei der schärfsten Typen des Clubs zu einem Dreier eingeladen wird, habe ich gehofft, dass es in dieser Kurzgeschichte ein Wiedersehen mit Alex und Markus aus Irgendwie Top/Lions Roar gibt. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich fängt die Geschichte mit genau dem Dreier an, über den wir auch in den beiden anderen Büchern lesen konnten. Allerdings diesmal aus einer ganz anderen Perspektive erzählt: aus der von Sebastian, dem „Gameboy”, der sich erst einmal glücklich schätzt, von den beiden heißen Typen auserwählt worden zu sein.

Heiß ist auch der Sex, mit dem Story anfängt. Die Erotik zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, aber das passt sehr gut zu der temporeichen Story. Auch wenn die Autorin das ein oder andere Wort verwendet, dass man vorher vielleicht noch nie von ihr gehört hat: Sie rutscht nie ins Ordinäre oder Billige ab. Der Schreibstil von Chris P. Rolls ist einfach schön, flüssig und lebendig.

Vordergründig geht es in der Story um Sex. Aber eben nur vordergründig, denn dahinter liegt mehr. Da ist ein junger Mann, der einfach nur Spaß haben will, der an eine feste Beziehung eigentlich keinen Gedanken verschwendet – bis er mitbekommt, dass zwischen seinen Spielgefährten eben viel mehr läuft als nur Sex. Diese Erkenntnis weckt eine überraschende Sehnsucht nach mehr in ihm.

Dieses „Mehr” findet er für ihn völlig überraschend auf seinem Nachhauseweg in Franco. Der ist anders, schläft sich nicht durch die Betten, hatte sogar noch nie Sex mit einem Mann – aber dafür eine ausgeprägte Fantasie. Franco weiß genau, was er will: Sebastian. Und er weiß auch, wie er ihn will. Dass auch in der zweiten Hälfte des Buches Erotik vorkommt, passt einfach. Dadurch entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine ganz besondere Dynamik. Aber da sind auch recht stille Momente zwischen den beiden, Zärtlichkeit, sich Näherkommen, echte Gefühle. Sich aufeinander einlassen.

Gameboy ist eine schöne Kurzgeschichte, in der es manches Mal heiß her geht, in der man aber auch leise Töne entdecken kann.

Eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternen!

Den Klappentext und das Buchcover verwende ich mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

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