Liebster Award

Um nicht gleich zweimal hintereinander durch meine Sonntagskolumne auf Facebook kontroverse Debatten auszulösen, hab ich auf meiner Themenliste nach einem eher leichten Thema für meine Kolumne gesucht. Dann kam von Florian Höltgen die Nominierung zum Liebster Award.  Vielen Dank dafür!

Ich habe beschlossen, diese Woche hier Florians Fragen zu beantworten, statt einen Kolumnenbeitrag zu schreiben. Einfach macht er es einem ja nicht gerade mit der  Vorlage in seinem Beitrag. Der Mann kann nicht nur sehr gut schreiben, er sprüht auch geradezu – lest Florians Beitrag zum Award, dann wisst ihr, was ich meine. 😉


Liebster AwardWas ist der „Liebster Award”?
Es geht darum, 11 Fragen des Nominierers zu beantworten und im Gegenzug dafür weitere Blogger zu nominieren und ihnen ebenfalls 11 Fragen zu stellen.
Das Ganze dient der Vernetzung und dem Kennenlernen neuer Seiten, Blogs und vllt. sogar Freunden… :)

Die Spielregeln:
• Bedanke dich bei dem Autor/Blogger, der dich nominiert hat  und verlinke seine Website/seinen Blog.
• Verwende das Awardbild.
• Beantworte die 11 Fragen, die man dir gestellt hat.
• Formuliere im Anschluss daran 11 neue Fragen.
• Nominiere bis zu 11 weitere Autoren/Blogs und bitte darum, deine Fragen zu beantworten.
• Informiere die Nominierten natürlich über ihr Glück.


Hier nun Florians Fragen und meine Antworten darauf:

♦ Was ist der lustigste Schreibfehler, den du je beim Korrekturlesen entdeckt hast?
Möglicherweise habe ich schon witzigere Vertipper gebaut, aber der ist mir am Besten in Erinnerung. Das war ein Satz aus Winterhimmel, bei dem die Voice-Software nicht das aufgeschrieben hat, was ich diktiert hatte, sondern: Dabei berührten sich ihre harten Schränke und stöhnten beide auf.
Ich hab es allerdings nicht gemerkt, bis Jan beim Drüberlesen gelacht und sinngemäß gemeint hat: „Ich wusste gar nicht, dass Schränke stöhnen können.” Sollte natürlich heißen: Dabei berührten sich ihre harten Schwänze und sie stöhnten beide auf.

♦ Wann schreibst du – morgens, mittags, abends, nachts – und warum?
Wenn ich zum Arbeiten ins Büro muss: Nur Nachts. Normalerweise gehe ich morgens gegen 9:30 Uhr aus dem Haus und komme Abends gegen 22:30 Uhr zurück. Dann brauche ich erst einmal eine Weile, um im Kopf umzuschalten. Außerdem wollen die Katzen geknuddelt werden, mein Freund auch … Meistens ist es fast Mitternacht, bis ich mich ans  Schreiben setze.
Wenn ich frei habe: morgens, mittags, abends, nachts – wann ich gerade Lust dazu habe und abhängig davon, was ich sonst noch vorhabe am freien Tag. Bei schlechtem Wetter gehe ich selten raus. Da kann es schon mal passieren, dass ich mich morgens um 9 ans Schreiben setze und, von kurzen Pausen mal abgesehen, 10-12 Stunden dranbleibe.

♦ Wie findest du deine Geschichten oder Themen – oder finden sie etwa dich?
Eher Letzteres, und das nicht nur, was die Winterhimmel-Reihe mit ihrem realen Hintergrund betrifft. Auch zu meinen fiktiven Stories sind die Ideen meistens plötzlich in meinem Kopf. Manchmal reicht da ein Satz, den ich irgendwo aufschnappe oder eine kurze Situation, die ich beobachte. Oft sind es auch Dinge, die mein schwuler Freundeskreis erzählt und die mir dann als Grundidee dienen. Wenn ich für Schreibwettbewerbe, bei denen ein Thema vorgegeben ist, tatsächlich nach einer Story „suche”, fällt mir oft nichts ein.

♦ Dreh deine Tastatur um und klopfe ordentlich damit auf den Schreibtisch. Was siehst du?
Oh Shit. Rausgefallene Tasten … *neue Tastatur aus dem Schrank hole*

♦ Was war der fieseste Satz, den du mal bezüglich deiner Schreibarbeit an den Kopf geworfen bekommen hast?
Dass Winterhimmel  ein Schundstück ist.

♦ Was war das schönste Feedback, dass dir jemand bezüglich deiner Schreibarbeit gegeben hat?
Ich habe zur Winterhimmel-Reihe viel tolles Feedback erhalten, dafür möchte ich mich an dieser Stelle mal bedanken. Aber das schönste Feedback war die Mail einer Leserin, die ich Mitte Januar 2015 erhalten habe. Diese Mail hat mich endgültig aus meiner Schreibblockade geholt. Die Leserin hat leider ihren Mann verloren und geschrieben:
Ich möchte mich ganz herzlich für die Geschichte von Jan und Nils bedanken. Sie hat in meinem Kopf etwas ausgelöst was noch kein Therapeut geschafft hat.
Den Rest der Mail möchte ich hier nicht wiedergeben. Das ist zu persönlich. Aber diese Mail hat mich zum Weinen gebracht – auf positive Art – und mir Mut gemacht. Es war in einer für mich sehr schlimmen Zeit ein Lichtstrahl, so etwas zu lesen. Dass unser Buch anderen Trauernden vielleicht hilft, das haben wir uns immer gewünscht.

♦ Mit wievielen Fingern tippst du und was machst du mit den restlichen, falls welche übrig bleiben?
4-6, kommt drauf an. *lach* Ich habe nie Schreibmaschine schreiben gelernt. Allerdings benutze ich meistens ein Voice-Programm, das das Schreiben für mich übernimmt. Ich diktiere, die Software schreibt. Das klappt mittlerweile sehr gut, da die Software bei jeder manuellen Korrektur durch mich quasi dazu lernt. Inzwischen kommen so grobe Schnitzer wie oben (die Schränke) nicht mehr vor, und es geht definitiv schneller als mein „6-Finger-Suchsystem”. Hm, was mach ich mit meinen Fingern in der Zeit? In der Luft rumfuchteln (ich bin ein Mensch, der mit den Händen redet), die Kaffeemaschine bedienen (siehe unten), den Kaffeebecher umklammern (wenn es gerade emotional wird im Buch) und am liebsten meine beiden Katzen kraulen, die meistens auf meinem Schreibtisch liegen, während ich arbeite.

♦ Hast du dich selbst schon mal beim Schreiben zum lachen oder weinen gebracht und wieso oder wieso nicht?
Beides, Lachen und Weinen. Lachen, weil es manchmal schon witzig ist, was ich da so von mir gebe. Oder auch, weil es eben eine Stelle im Buch ist, die richtig happy macht. Weinen … puh. Ich habe bei den ersten Kapiteln von Winterhimmel, als es um Mikes Briefe ging und die Trauer in mir wieder so richtig hochkam, eigentlich ständig geweint und daher auch eine halbe Ewigkeit dafür gebraucht.
Aber auch mit fiktiven Protas kann ich mitleiden und mich mit ihnen freuen. Ich bin nun mal ein emotionaler Mensch.

♦ Wie reagierst du, wenn du ganz in deine Welt abgetaucht bist und dich jemand rausreißt?
Oh weh. Ich kann da richtig sauer werden. Allerdings rege ich mich dann auch meistens schnell wieder ab.

♦ Was genau schreibst du üblicherweise und was würdest du stattdessen lieber schreiben?
Gay Romance mit Happy End, und wenn ich was anderes schreiben will, tu ich es. Es gibt auf meiner Festplatte auch Hetero-Romanzen, Crime und Fantasy.

♦ Was trinkst du beim Schreiben und wie viel?
Milchkaffee, Cappucchino, Espresso, Latte … und dazu immer stilles Wasser. Mein Kaffeeautomat steht seit einiger Zeit direkt auf meinem Schreibtisch. Das macht sich am Kaffeekonsum dann schon bemerkbar. Davon trinke ich viel zu viel. Wenn ich den ganzen Tag Zuhause arbeite, sind es schon mal zwei bis drei Liter Kaffee, und mindestens zwei Liter stilles Wasser.


Okay, das war eigentlich einfacher, als ich gedacht habe. Mir Fragen einfallen zu lassen, finde ich schon schwieriger. 11 Stück? Besonders einfallsreich bin ich da nicht, aber lasst uns mal sehen:

♦ Die Frage aller Fragen: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
♦ Kannst du dir vorstellen, dass das Schreiben dir irgendwann keinen Spaß mehr macht?
♦ Was denkst du: Schreibst du in fünf Jahren noch im Genre Gay?
♦ Hörst du beim Schreiben Musik oder brauchst du Stille?
♦ Du schreibst eigenständige Bücher, aber auch Kurzgeschichten für Anthologien. Wie wichtig sind Dir diese Kurzgeschichten?
♦ Wie wichtig ist dir das Feedback (egal ob positiv oder negativ) deiner LeserInnen?
♦ Wie ist das, wenn du unterwegs bist und dich plötzlich eine Idee „anfällt”? Machst du dir dann spontan Notizen?
♦ Was ist für dich ein No go, worüber würdest du also nie schreiben?
♦ Gibt es ein Thema, über das du unbedingt mal schreiben möchtest, an das du dich aber nicht so recht ran traust?
♦ Wenn du ein Buch liest, denkst du dann manchmal: Das hätte ich so und so geschrieben?
♦ Würde es dir gefallen, einen richtigen Bestseller zu landen?

Für diese Fragen nominiere ich:

Savannah Lichtenwald –> Savannahs Antworten lesen
Madison Clark

Ihr Lieben, wenn Ihr Zeit und Lust habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht.


Nächste Woche an dieser Stelle dann wieder meine Kolumne zu einem Thema, das meine Gedanken auf Trapp hält. Jedenfalls, wenn ich Zeit habe und sich nichts anderes ergibt.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine gute Woche.

Eure Chrissy

2 Kommentare

  1. Und ob ich mitmache … vielen Dank für die Nominierung. Wird allerdings ein paar Tage dauern 😉

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