Zeit?!

Kennt ihr das? Wenn zeitmäßig alles um euch herum zusammenzubrechen droht? Wenn in viel zu wenigen Stunden viel zu viel zu tun ist? Ich bin sicher, dass einige von euch das auch schon erlebt haben. Ich bewundere Menschen, die in allen Situationen ihren Zeitplan fest im Griff haben. Wieder einmal habe ich feststellen müssen, dass ich nicht dazu gehöre.

Im „Bezahlt-meine-Rechnungen-Job” geht das normalerweise, unser Team hat jeden Monat festgesteckte Ziele, wir ziehen an einem Strang. Solange nicht mehrere unvorhergesehene Dinge gleichzeitig passieren, ist alles im grünen Bereich. Aber wehe, es passt mal an mehr als einer Ecke nicht, so wie es gerade der Fall ist. Da scheint sich dann alles verschworen zu haben und es helfen nur viele Überstunden, um alles auf die Reihe zu bringen.

Überstunden, die dann in anderen Lebensbereichen an Zeit fehlen. Im Privatleben bin ich ohnehin eher chaotisch, obwohl ich auch da in letzter Zeit öfter mal Zeitpläne genutzt habe, um alles hinzubekommen. Aber was nutzt mir der schönste Zeitplan, wenn ich ihn nicht umsetzen kann, weil plötzlich täglich mehrere Stunden dafür fehlen?

Letztes Wochenende hab ich mit ach und krach das neue Kapitel zu Juli und Lars auf der Homepage wie geplant online stellen können. Kolumne? Ausgefallen, keine Zeit. Newsletter ebenso, in der Hoffnung, dass meine LeserInnen ohnehin auf die Homepage schauen und das neue Kapitel entdecken. In der vergangenen Woche hat sich die Lage nur minimal entspannt, und das auch nur, weil ich mich Mittwochnacht aus dem Online-Leben ausgeklinkt habe. Kein Facebook, das mich ablenkt, auch von den Plattformen FanFiction und BookRix hab ich mich ferngehalten. Selbst meine privaten Mails habe ich vernachlässigt.

Dennoch ist die Zeit wie im Flug vergangen. Manchmal scheint sie mir nur so zwischen den Fingern zu zerrinnen. Gerade dann, wenn ich ohnehin zu wenig davon habe, ist das der Fall. An anderen Tagen, vor allem wenn unangenehme Aufgaben anstehen und nicht so viele andere Dinge zu tun sind, dann kriecht die Zeit, dehnt sich scheinbar endlos und geht nicht vorbei. Geht das nur mir so? Ich hoffe nicht. Zeit ist nichts, was ich mit den Händen greifen kann. Zeit ist für mich ein Mysterium. Verfliegt viel zu schnell, wenn ich mir wünsche, dass sie es nicht tut, und schleicht dahin, wenn ich mir wünsche, dass sie schneller vergeht.

Letztendlich wird in den nächsten Wochen nur eines helfen: Prioritäten setzen, zumindest, was meine Freizeit anbelangt. Schreiben und Lesen sind Bestandteile meines Lebens, die ich brauche, um mich wohl zu fühlen. Aber das sind meine Freunde auch. Also werde ich versuchen, ein gesundes Maß zu finden. Die Kapitel zu meinen Stories werden auch weiterhin erscheinen, ganz klar. Aber darüber hinaus werde ich alles ein wenig reduzieren. Vor allem die Projekte anderer, die ich betreue. Was am Laufen ist, werde ich durchziehen, aber im Moment keine neuen Sachen mehr annehmen. Sorry, ihr Lieben. Ich lese sehr gerne Korrektur für euch, betätige mich gerne als Beta-Leserin. Aber manchmal muss man auch mal die Bremse ziehen, und das tue ich jetzt. Seid also nicht sauer, wenn ich in den nächsten Wochen entsprechende Anfragen erst einmal ablehne.

Wie das dann in einigen Wochen aussieht, wird sich zeigen. Erst einmal werde ich mich um meine eigenen Projekte kümmern. Der vierte Teil der Winterhimmel-Reihe, Juli und Lars, geht langsam dem Ende zu. Parallel dazu schreibe ich an meinem Beitrag für den Sommerband der HSN, das ist mir wichtig, weil es ein Spendenprojekt ist. Anschließend steht der vierte Teil der Baumann-Reihe auf dem Plan, die Geschichte von Marco. Und dann? Man wird sehen. Ob ich mir in den nächsten Wochen die Zeit nehmen kann/will, hier sonntags einen Beitrag zu schreiben, weiß ich nicht. Auch da kann ich nur sagen: Man wird sehen. Irgendwann wird sich mein Zeitplan sicher auch wieder entspannen, zumindest hoffe ich das. Dann ist bestimmt auch wieder mehr Zeit für andere Dinge.

Eines steht fest: Wir lesen uns, irgendwann.

Mit lieben Grüßen

Chrissy

Ein Kommentar

  1. Nimm Dir die Zeit die du brauchst . es bringt uns nichts wenn du nachher ausgebrannt bist , es ist vllt etwas egoistisch aber ich liebe deine Geschichten und möchte nicht darauf verzichten :-) <3 Liebe Grüße Heike

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